
Es gibt Menschen, die mit Pferden arbeiten. Und es gibt Menschen, die mit Pferden leben. Monja Bußmann gehört zweifellos zu Letzteren. Aufgewachsen im Norden, geprägt von Wind, Weite und einer klaren, ehrlichen Art, verkörpert sie die Haltung, die unsere Pferdezucht seit Jahrhunderten trägt: Respekt vor dem Tier, etwas Gelassenheit im Herzen und die Bereitschaft, Dinge gründlich und mit Überzeugung zu tun. Ihr Weg zur Zucht war dabei kein Zufall, sondern das Ergebnis tiefer Überzeugung und fachlicher Neugier.
Um wirklich zu verstehen, wollte Monja wissen, wie Körper, Geist und Bewegung zusammenwirken. Deshalb entschied sie sich für eine fundierte therapeutische Ausbildung und studierte in Stockholm Chiropraktik bis zum Master-Level – ein Studium, das ihr nicht nur einen präzisen Blick für Biomechanik, Gelenkgesundheit und Bewegungsabläufe gab, sondern auch eine besondere Achtsamkeit im Umgang mit jungen Pferden und Reitponys. Dieses Wissen fließt heute in jeden Schritt ihrer Zuchtentscheidungen ein.
Doch genauso wichtig wie die körperliche Entwicklung ist ihr der Charakter eines Pferdes. Um ein noch tieferes Verständnis für Verhalten, Kommunikation und gewaltfreie Ausbildung zu gewinnen, absolvierte Monja zusätzlich eine intensive Weiterbildung im Horsemanship bei ProRide. Dort vertiefte sie ihr Wissen über klare Signale, Vertrauen, Gelassenheit und die stille Kommunikation zwischen Mensch und Pferd – ein Ansatz, der heute prägend für die Erziehung und das Handling aller Fohlen und Jungpferde in der Zucht von Axen ist.
Monja trat nicht zufällig in die Tradition der Familie von Axen. Sie wuchs inmitten von Pferden auf, beobachtete, lernte und stellte Fragen, die man sich nur stellt, wenn man versteht, dass Zucht nicht nur ein Handwerk, sondern eine Verantwortung ist. Als sie die Zucht übernahm, war eines für sie klar: Sie wollte gesunde, robuste und rittige Ponys hervorbringen, die ihrem Menschen Freude machen, anstatt ihn zu überfordern. Pferde, die mitdenken, die tragen können, die im Kopf klar bleiben und gleichzeitig Schönheit, Ausdruck und Gangvermögen mitbringen.

Diese Haltung spiegelt sich in ihrer Arbeitsweise.
Monja geht langsam, aber sicher. Sie entscheidet nicht aus Modetrends heraus, sondern aus Überzeugung. Sie setzt auf alte Blutlinien, sorgfältige Auswahl und einen Genpool, der Stabilität, Gesundheit und natürliche Balance ermöglicht. Ihr therapeutisches Wissen und ihr Feingefühl als „Horsewoman“ ermöglichen ihr einen besonders ganzheitlichen Blick: Sie erkennt früh, welche körperlichen Anlagen ein junges Pferd mitbringt, wie es sich bewegt, was es braucht – und wie man Vertrauen schafft, bevor man es fordert.
Auch in der täglichen Arbeit zeigt sich ihr Stil deutlich.
Sie lebt artgerechte Haltung nicht als Konzept, sondern als Selbstverständnis: viel Raum, viel Luft, klare Strukturen, natürliche Herdenprozesse, gewaltfreies Horsemanship und Zeit für die Entwicklung jedes einzelnen Ponys. Ihre Fohlen wachsen in einem Umfeld auf, das Kraft, Mut und Vertrauen schafft – und genau das spürt man später in deren Wesen. Dass Monja in einer mehr als 500 Jahre alten Zuchtlinie steht, empfindet sie nicht als Last, sondern als Schatz.
Sie verbindet das Wissen von gestern mit dem wissenschaftlichen Verständnis von heute. Ihr chiropraktischer Hintergrund, ihre Horsemanship-Weiterbildung, moderne Trainingslehren, genetische Vielfalt und fundierte Reitpferdeausbildung ergänzen das, was die Familie von Axen über Jahrhunderte hinweg gelernt hat. Für Monja ist das kein Widerspruch, sondern der natürliche Weg einer verantwortungsvollen Zucht: bodenständig, zukunftsorientiert und nordisch klar.
Wer Monja begegnet, merkt schnell, dass sie nicht nur Pferde züchtet – sie begleitet Geschichten.
Geschichten von kleinen Fohlen, die auf großen Wiesen das Gleichgewicht finden.
Von jungen Ponys, die lernen, Vertrauen zu schenken.
Von Menschen, die in einem Pferd nicht ein Reittier suchen, sondern einen Begleiter.
Und vielleicht beginnt eine dieser Geschichten bald mit Ihnen.